Anna Haag - unsere Namensgeberin

1888 wird Anna Haag in Althütte bei Backnang geboren, als drittes von sechs Kindern des Dorfschullehrers Jakob Schaich und der Karoline geb. Mergenthaler. Sie wächst im Dorfschulhaus in einfachen Verhältnissen auf, muss als älteste Tochter viel im Haushalt und bei der Betreuung der jüngeren Geschwister helfen. Schulbildung: 8 Jahre Volksschule.

 

1909 heiratet Anna gegen den Widerstand der Eltern den späteren Mathematiklehrer Albert Haag. Stationen: Schlesien, Pommern, Bukarest. Erste schriftstellerische Tätigkeit.

 

1916 Albert Haag wird im ersten Weltkrieg in Rumänien interniert, Anna Haag verdient in Bukarest als Heimleiterin den Lebensunterhalt für die Familie. Albert Haag wird Mathematiklehrer am Gymnasium Nürtingen. Zur Familie gehören die Kinder Isolde (1920), Sigrid (1915) und Rudolf (1922).

 

1922 Anna Haag schreibt das "Tagebuch einer Mutter".

 

1926 Erscheint ihr vielgelesener Roman "Die vier Rosenkinder", in dem sie ihre Jugend im Waldschulhaus in Althütte schildert.

 

1927 Familie Haag verlässt Nürtingen und zieht nach Feuerbach.

 

1939-45 Anna Haag schreibt ihr Kriegstagebuch gegen das Vergessen, versteckt es bis Kriegsende im Kohlenkeller.

 

1945 Anna Haag veranlasst die Wiedergründung der deutschen Sektion der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) und übernimmt die Leitung der Gruppe in Württemberg.

 

1946 wird sie für die SPD in die Verfassungsgebende Landesversammlung und in den ersten Württemberg-Badischen Landtag gewählt.

 

1948 Anna Haag bringt den Gesetzentwurf zur Kriegsdienstverweigerung ein: "Niemand darf zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden". Er wird vom Landtag angenommen. Sie setzt sich für neue Richtsätze der sozialen Fürsorge und für die einstweilige Aussetzung von Strafverfahren im Zusammenhang mit dem Abtreibungsparagrafen 218 ein.

 

1949 Anna Haag gründet die "Arbeitsgemeinschaft Stuttgarter Frauen helfen bauen", die das später nach ihr benannte Anna-Haag-Haus einrichtet, damals ein Heim für obdachlose Frauen, heute ein intergenerative soziale Einrichtung.

 

1949, 1952, 1956, 1982 Vortragsreisen in die USA.

 

1958 Anna Haag erhält das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Weitere Bücher erscheinen: "Zum Mitnehmen", "Das Glück zu leben", "Zu meiner Zeit", "Der vergessene Liebesbrief".

 

1978 Anna Haag erhält die selten vergebene Bürgermedaille der Landeshauptstadt Stuttgart.

 

1980 Anna Haag erhält die Medaille für Verdienste um die Heimat.

 

1982 Anna Haag stirbt in Stuttgart.

 

2003 Erscheinen Erinnerungen und Betrachtungen Anna Haags unter dem Titel "Leben und gelebt werden", herausgegeben von Rudolf Haag Silberburg-Verlag 2003.

 

2005 Die Schule in Neckarhausen erhält in einer Feierstunde den Namen "Anna Haag Schule".

Wir pflegen freundschaftlichen Kontakt zum Anna Haag Mehrgenerationenaus e.V. in Stuttgart und zur Anna Haag Schule Backnang, Hauswirtschaftliche Schule.

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letzte Aktualisierung 18.10.2017

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